Kreuzfahrt zum Nordkap vom 24.06. - 05.07.2012

Tag 1

Am 24.06.2012, bei leider nicht so schönem Wetter, es regnete den ganzen Tag, starteten wir gegen 13.45 Uhr in Ratzeburg unsere diesjährige Bankreise zum Nordkap. Gegen 14.15 Uhr erreichten wir mit unserem Bus Krummesse. Nachdem wir hier die letzten Reiseteilnehmer aufgenommen haben, fuhren wir auf direktem Weg nach Hamburg in die Hafen-City zum Kreuzfahrtterminal.

Nach der Ankunft am Terminal und Abgabe des Gepäcks konnten wir sofort einchecken. Es mussten nun noch die üblichen Formalitäten erledigt werden, was jedoch relativ zügig von statten ging, so konnten wir bereits gegen 16.00 Uhr auf „unser“ Schiff, die MSC Lirica, und die Kabinen belegen. Einige nutzten bis zum Abendessen dann die Zeit sich in der Kabine einzurichten bzw. das Schiff zu erkunden.

Tag 2

Den zweiten Tag, den 25.6.2012, verbrachten wir auf See.Nach dem Frühstück, dass wir in den Restaurants auf Deck 5 bzw. Deck 6 oder in den Selbstbedienungsrestaurants auf Deck elf einnehmen konnten, fand um 10.00 Uhr eine Informationsveranstaltung statt, in der es Hinweise über das Leben an Bord sowie der Ausflüge gab.Durch den starken Wind, teilweise Regen und dem bedeckten Himmel hatte man an diesem Tag kaum Gelegenheit, sich an Deck aufzuhalten. Man hatte so die Möglichkeit das Schiff weiter zu erkunden und die verschiedenen Unterhaltungs- bzw. Animationsangebote zu nutzen.

Jeden Abend erhielten wir für den Folgetag ein vierseitiges Tagesprogramm, das über die Aktivitäten und Veranstaltungen an Bord, die Ausflüge sowie über sonstige Daten informierte. In diesem Programm war auch stets ein Kleidungsvorschlag enthalten. Für den heutigen Abend wurde festliche Kleidung vorgeschlagen. Um 17.30 Uhr hatte der Kapitän zu einer Cocktail-Party in allen Bars auf Deck 5 und 6 eingeladen und um 18.00 Uhr folgte dann das Gala-Abendessen. Am heutigen Tag war ein Geburtstag eines Reiseteilnehmers zu verzeichnen. Auch wenn er meinte, dass keiner davon Kenntnis hatte, war er doch erfreut, als wir noch eine kleine Überraschung organisiert hatten und die Gruppe ein Ständchen sang. Anschließend wurden wir dann alle zu einem Drink eingeladen. Wie bereits erwähnt, es hat doch Vorteile, wenn die Gruppe abends nochmal zusammen ist.

Nach dem Abendessen konnte man sich dann entscheiden, ob man ins Theater geht, um sich die täglich wechselnden Shows anzusehen, in die verschiedenen Bars mit den entsprechenden Musikunterhaltungen und/oder zum abendlichen Unterhaltungsprogramm des Animationsteams gehen wollte.

Für den heutigen Abend war im Theater die Gala Show „Temptation“ mit vorheriger Vorstellung des Kapitäns und der Offiziere angekündigt. Danach, um 22.30 Uhr fand auf Deck 7 noch die Wahl der „Miss Lirica“ statt. Auch eine Teilnehmerin unserer Reisegruppe nahm an der Wahl teil und kam nach einer Vorentscheidung unter die letzten 3.

Tag 3

Am Dienstag, den 26.6.2012, erreichten wir nach 572 Seemeilen und einer 1-stündigen Verspätung gegen 14.00 Uhr Alesund.

Alesund erstreckt sich über mehrere Inseln, die sich auf das Meer hinaus dehnen, und befindet sich am Eingang des weltberühmten Geirangerfjord. Die Stadt ist vor allem für ihre einmalige Architektur international bekannt geworden. Sie wurde eines Nachts im Winter 1904 vom Feuer ergriffen, zerstörte 850 Häuser und hinterließ 10.000 Menschen obdachlos. Während einer bemerkenswert kurzen Zeit, von 1890 – 1910, wurde Alesund im einmaligen architektonischen Stil mit einer Myriade von Türmchen, Turmspitzen und mittelalterlichen Verzierungen wieder aufgebaut.

Nachdem das Schiff angelegt hatte und zum Aussteigen bereit war, konnten wir von Bord gehen.

Gemäß dem angebotenem Ausflugsprogramm starten einige Reiseteilnehmer ihre Ausflüge um die Stadt und deren Umgebung kennen zu lernen. Da die Stadt nicht weit vom Hafen entfernt war, gingen viele auch nur von Bord und machten einen Rundgang durch Alesund. Wer weder das eine noch das andere machen wollte, der blieb an Bord.

Gegen 19.00 Uhr hieß es dann Leinen los zur Weiterfahrt nach Honningsvag. An diesem Abend war um 18.30 Uhr Abendessen. Auch heute hatten wir in der Gruppe wieder einen Geburtstag zu verzeichnen. Da beide „Geburtstagskinder“ an einem Tisch saßen und wir auch heute wieder eine Überraschung organisiert hatten, dachte das gestrige „Geburtstagskind“, an einen Irrtum, hier läuft was falsch. Selbstverständlich sang die Gruppe auch heute ein Ständchen und der „obligatorische“ Drink ließ nicht lange auf sich warten.

Um 21.30 Uhr konnte dann im Theater die Show "Frank for Ever" besucht und um 22.30 Uhr auf Deck 7 in der Lirica Lounge beim Piraten-Fest mitgemacht werden. Wie jeden Abend konnte man auch in die Bars oder in die Disco gehen.

Tag 4

Den 27.6.2012 verbrachten wir wieder auf See. Der heutige Tag stand unter dem Motto Festa Italiana mit Italienischem Abend. Für 11.00 Uhr war gemäß Tagesprogramm auf Deck 11 am Poolbereich das Fest der Überquerung des Polarkreises angekündigt.

Alle Gäste, die zum ersten Mal den Polarkreis überquerten, waren zur Polartaufe eingeladen. Mit dem Animationsteam, den Künstlern, Musikern und Tänzern der MSC Lirica erfolgte eine Parade über Deck 11 mit anschließender Taufe, zur der auch die Sonne nach anfänglichem bedecktem Himmel durch kam.

Um 11.30 Uhr überquerten wir dann den Polarkreis.

Um 18.00 Uhr gab es Abendessen entsprechend dem Tagesmotto und einer italienischen Überraschung.

Um 19.30 Uhr fand an diesem Abend für unsere Tischzeit die italienische Show statt und um 22.30 Uhr hatte man noch die Möglichkeit an der Wahl des „Mr. Made in Italy“ teilzunehmen. Viele verfolgten jedoch nach dem Essen das Fußballspiel Portugal – Spanien, ebenfalls mit Verlängerung und Elfmeterschießen.

 

Tag 5

Am 28.6.2012 waren wir tagsüber weiterhin auf See. Unser Abendessen erhielten wir heute bereits um 17. 00 Uhr wie gewohnt in unserem Restaurant und unseren reservierten Plätzen.

Um 18.00 Uhr erreichten wir dann nach 754 Seemeilen Honningsvag, das Tor zum Nordkap. In mittelalterlichen Zeiten wurde es als Ende der Welt bezeichnet. Hier lagen bereits zwei Kreuzfahrtschiffe und ein weiteres kam noch dazu.

Nach der Ankunft in Honningsvag bestand wieder die Möglichkeit, Ausflüge zu unternehmen. Ein Ausflug, den man sich hier sicherlich nicht entgehen lassen durfte, war der zum Nordkap. Man hatte die Möglichkeit, unter vier verschiedenen Abfahrtszeiten zu wählen. Die letzte Fahrt zum Nordkap startete um 21.45 Uhr und die Rückfahrt erfolgte am nächsten Tag um 0.30 Uhr.

 

Der Ausflug führte uns durch faszinierende Landschaften zuerst in ein Dorf der Samen. Hier hatte man die Möglichkeit Souvenirs einzukaufen und Fotos von den Samen in ihren bunten traditionellen Trachten zu machen. Danach fuhren wir weiter zum Nordkap. Dort angekommen wurde uns, jedoch bei lediglich 2 Grad Celsius und kaltem Wind, eine spektakuläre Landschaft und ein atemberaubendes Panorama geboten.

Das Gebiet um den Nordkap ist eisigen Winden ausgesetzt, was wir absolut bestätigten können und bekannt für die Mitternachtssonne. Hieran musste man sich erst mal gewöhnen, dass es nachts taghell ist und überhaupt nicht dunkel wird.

Das Nordkap ist schon immer ein wichtiger Orientierungspunkt für Seefahrer, letzter Punkt vor dem Eismeer im Norden gewesen und auch immer eine große Attraktion für Besucher. Unabhängig von Sprache und Kultur stehen Menschen gemeinsam am Nordkap und erleben die Macht und Schönheit der Natur.

Bevor wir in die wärmere Nordkaphalle gingen, die 1988 erbaut wurde, schauten wir uns noch das Symbol des Nordkaps, den Globus sowie große Skulpturen in der Form von sieben Medaillons an. Die Skulptuen wurden als "Kinder der Erde" benannt und sind Arbeiten von sieben Kindern, die 1988 das Kap besuchten. Diese Skulpturen sollen Freude, Frieden, Freundschaft und Solidarität vermitteln. In der Halle, in der wir weitere Informationen erhielten, konnte u. a. die Ausstellung über die Geschichte des Nordkaps besichtigt und ein 3D-Film, mit wunderschönen Fotos und Hintergrundmusik, angeschaut werden. Der Film führte uns durch eine Reise der verschiedenen Landschaften und Kontraste Norwegens und zeigt, wie die Menschen über Generationen gelebt haben.

Nach ca. 1,5 Stunden erfolgte dann die Rückfahrt zum Schiff.

 

Tag 6

Gegen 01.30 Uhr am 29.6.2012 waren alle wieder an Bord, um 02.00 Uhr legte das Schiff ab und unsere Kreuzfahrt führte uns weiter Richtung Tromso.

Die Fußballfans hatten nach der Rückkehr vom Nordkap noch die Möglichkeit, sich die Aufzeichnung des Halbfinalspiels Deutschland - Italien anzuschauen. Leider sickerte das Ergebnis bereits auf der Rückfahrt zum Schiff durch, was aber viele nicht davon abhielt, das Spiel trotzdem anzuschauen. Anschließend gingen noch viele an Bord, um das Auslaufen des Schiffes zu verfolgen und die Fjordlandschaft zu genießen.

Nach einer kurzen Nacht, für einige fiel sogar das Frühstück aus, erreichten wir nach 176 Seemeilen gegen 14.00 Uhr Tromso. Tromso ist das Tor zur Arktis und der Ausgangspunkt für Expeditionen zum Nordpol. Die Stadt liegt sich ca. 350 km vom Polarkreis entfernt, hat 50.000 Einwohner und ist aufgebaut auf einer kleinen Insel, die mit Brücken zur Küste verbunden ist.

Die Haupteinnahmequelle ergibt sich aus der Fischindustrie. Die meist besuchte Touristenattraktion der Stadt ist das Tromso-Museum, das im gleichen Jahr wie die Universität gebaut wurde. Außerhalb des Stadtzentrums liegt die Arktische Kathedrale, eine bemerkenswerte, moderne Kirche aus dem Jahr 1965.

Auch hier bestand wieder die Möglichkeit, verschiedene Ausflüge zu unternehmen, die Stadt selbst zu erkunden oder an Bord zu bleiben. So konnte z. B. der Ausflug Stadtrundfahrt mit Kirche, Museum und Seilbahn gebucht werden. Nach der Besichtigung der Kirche und des Museums, folgte die Fahrt mit der Seilbahn auf die höchste Erhebung der Stadt. Von hier hatte man einen herrlichen Blick bei endlich vorhandenem Sonnenschein auf die Stadt und konnte die Insellage mit der Verbindung über die Brücken zum Festland sowie den Fjord bei wunderschönem Panorama sehen.

Gegen 18.30 Uhr waren alle Passagiere wieder an Bord, so dass der Kapitän um 19.00 Uhr pünktlich das Kommando "Leinen los" in Richtung Molde geben konnte. Nach dem Abendessen um 18.30 Uhr hatten wir die Möglichkeit um 20.15 Uhr oder 21.30 Uhr die abendliche Show zu besuchen. Heute stand "Brodway" auf dem Programm und um 22.30 Uhr war Karneval in der Lirica Lounge auf Deck 7 angesagt. Den Abend konnte man aber auch durch das endlich bessere Wetter an Deck verbringen und hatte die Gelegenheit die Mitternachtssonne zu erleben.

Tag 7

Den 30.6.2012 verbrachten wir auf See. Nach dem Frühstück hatte jeder die Möglichkeit, den Tag an Bord so zu verbringen, wie er wollte. Man konnte die Einrichtungen des Schiffes nutzten, Vorträge besuchen, an den Veranstaltungen des Animationsteams teilnehmen oder sich einfach nur ausruhen.

Für 17.00 Uhr hatte die Raiffeisenbank alle Reiseteilnehmer zu einem Drink auf Deck 5 eingeladen. Im Anschluss daran gingen wir dann um 18.00 Uhr zum Essen. Gemäß Tagesinformation stand für heute ein Gala-Abendessen mit festlicher Kleidung auf dem Programm.

Nach einem sehr guten und ausgiebigen Essen hatte man um 21.30 Uhr die Möglichkeit, sich im Theater das heutige Showprogramm anzusehen und um 22.30 Uhr an einem Tanzwettbewerb teilzunehmen. Um 23.30 Uhr gab es auf Deck 5 an der Rezeption noch Sekt und flambierte Creps, die sehr lecker schmeckten.

 

Tag 8

Gegen 7.00 Uhr erreichten wir am 01.07.2012 nach 478 Seemeilen Molde.

Molde entwickelte sich zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Stadt wurde zweimal wieder aufgebaut, erstmals 1916 nach einem Feuer und anschließend nach einem schweren Bombenangriff im 2. Weltkrieg. Schwerpunktmäßig siedelte sich die Textilindustrie an. Molde wurde Verwaltungszentrum der Region Romsdal, eines der Haupttouristenziele Norwegens und zeichnet sich aufgrund des warmen Golfstroms durch ein mildes Klima aus. Heute hieß es früh aufstehen, da die ersten Ausflüge bereits um 07.45 Uhr starteten. Es bestand die Möglichkeit zwischen zwei Ausflügen, der Stadtrundfahrt oder der Fahrt von Molde nach Andalsnes, auszuwählen.

Während der Rundfahrt durch die reizvolle und gemütliche Stadt besichtigten wir das Freilicht-Folkloremuseum, mit Vorführungen einer Jugend-Trachtengruppe, sahen die moderne Kirche und das Rathaus mit seinem wundervollen Rosengarten. Höhepunkt des Ausflugs war der Aussichtspunkt hoch über der Stadt auf dem Varden, mit einem fantastischen Blick auf die Stadt, den Fjord und unser Schiff. Ein Ausflugsziel, dass auch viele Einheimische am Wochenende nutzen.

Gegen 11.00 Uhr hieß es dann wieder "Leinen los". Nach 24 Seemeilen, einer Party auf dem Pooldeck, anfänglichen Regenschauern und später schönem Sonnenwetter sowie einer wunderbaren Fahrt entlang des Fjords mit einer herrlichen Landschaft, teilweise fühlte man sich in die Alpen versetzt, erreichten wir bereits eine Stunde früher als vorgesehen um 13.00 Uhr Andalsnes. Die Stadt befindet sich am Ufer des Romsdalfjords, sie hat ca. 3.000 Einwohner. Die kleine Stadt bietet ein wunderschönes Panorama und wird auch "Alpenstadt der Fjorde" genannt. Schon seit 120 Jahren wird Andalsnes von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört u. a. die Straße Trolligsten, die mit ihren 11 Kurven an beeindruckenden Landschaften vorbei führt und von einer Gebirgskette geschützt wird.

Um die Region erkunden zu können, wurden zwei Ausflüge angeboten, z. B. die Panoramafahrt mit Trollwand, eine 3.500 m hohe Felswand, die höchste Steilwand Europas. Anstatt eines Ausfluges konnte man auch nur von Bord gehen, um sich die Stadt anzusehen oder man blieb an Bord und genoss an Deck den tollen Sonnenschein.

Um 18.30 Uhr waren wieder alle im Restaurant L ´Ippocampo zum Abendessen versammelt und konnten gegen 19.00 Uhr verfolgen, wie das Schiff ablegte. Unser nächstes Ziel hieß Geiranger.

Um 20.15 Uhr bzw. 22.45 Uhr konnte die abendliche Show im The Broadway Theatre, an diesem Abend mit klassischem Programm, besucht werden.

Viele schauten sich jedoch das Endspiel der EM Spanien - Italien an.

Tag 9

Am 02.07.2012 erreichten wir nach 119 Seemeilen schon 1,5 Stunden früher um 06.00 Uhr Geiranger, wo wir nicht wie sonst am Hafen anlegten, sondern auf Reede gingen. Das kleine und gemütliche Städtchen Geiranger liegt direkt am Ende des Geirangerfjords, der in 2005 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde und als eines der bedeutendsten Urlaubsregionen Norwegens gilt. Der Fjord fasziniert seine Besucher durch die vielen Wasserfälle, Bauernhöfe können besucht werden und in gut 45 Minuten erreicht man den 1.500 m hohen Dalsnibba.

Es bestand auch hier zur Erkundung des Fjords die Möglichkeit, zwischen mehreren Ausflügen auszuwählen, z. B. einem Ganztagesausflug von Geiranger nach Hellesylt oder dem Ausflug auf einen Bergbauernhof und/oder den Geirangerfjord per Schlauchboot erleben.

Da wir auf Reede und nicht im Hafen lagen, mussten wir, um an den Ausflügen teilnehmen zu können oder die Stadt besichtigen zu wollen, mit Tenderbooten unseres Schiffes, die ansonsten als Rettungsboote dienen, an Land gebracht werden.

Über die "Adlerstrecke" mit elf Haarnadelkurven führte unser Ausflug uns hinauf ins Gebirge. An der sogenannten Adlerkurve in 420 m Höhe hielten wir an und genossen von der Kanzelkehre einen beeindruckenden Ausblick auf den als Kanzel bezeichneten allein herausragenden Felsen, auf den Wasserfall der "Sieben Schwestern" und den weit unten liegenden Fjord mit der Stadt Geiranger sowie unserem Schiff. Die Fahrt führte uns weiter zu einem nur im Sommer bewirtschafteten Bauernhof. Wer hier Kühe erwartet hatte, wurde leider enttäuscht. Auf dem Hof weiden Ziegen, deren Milch verkauft bzw. zu Käse verarbeitet wird. Der Hof wird hauptsächlich von jungen Leuten, auch aus Deutschland, bewirtschaftet.

Nachdem wir Geiranger wieder erreicht hatten, war noch genügend Zeit vorhanden, den Ort zu besichtigen, um dann mit den Tenderbooten an Bord gebracht zu werden. Um 14.30 Uhr wurden die Anker gelichtet zur Weiterfahrt ins 9 Seemeilen entfernte Hellesylt.

Es folgte eine wunderschöne Fahrt entlang des Geirangerfjords mit vielen Wasserfällen und einer atemberaubenden Landschaft, ein Höhepunkt dieser Kreuzfahrt. Natürlich kamen wir auch an dem bekanntesten Wasserfall, der Wasserfall der "Sieben Schwestern" vorbei, der schon beim Ausflug aus der Ferne zu sehen war.

Um den Wasserfall bereits auf der Hinfahrt nach Geiranger am Morgen sehen zu können, waren viele früh aufgestanden. Für diejenigen, die den Ganztagesausflug gebucht hatten, die einzige Gelegenheit ihn vom Schiff aus zu erleben. Gegen 16.30 Uhr erreichten wir Hellesylt. Hier folgte lediglich ein technischer Stopp, um die Teilnehmer der Ganztagesausflüge wieder an Bord zu nehmen. Das Schiff ging auch im alten Wikingerhafen von Hellesylt auf Reede und die Tenderboote kamen erneut zum Einsatz. Mit etwas Verspätung verließen wir gegen 17.30 Uhr den Fjord und setzten unsere Reise in Richtung Ijmuiden, unserer letzten Station dieser Kreuzfahrt, fort.

Um 18.00 Uhr trafen wir uns zum Abendessen und um 21.00 Uhr gingen einige zur Show "Die 4 Musketiere". Anschließend bestand die Möglichkeit, wie an den anderen Abenden auch, die verschiedenen Bars oder Salons aufzusuchen, in die Disco zu gehen oder um 22.45 Uhr an dem musikalischen Spiel des Animationsteams in der Lirica Lounge teilzunehmen.

Tag 10

Den 03.07.2012 verbrachten wir auf See. Nach dem Frühstück fand um 10.00 Uhr im Theater eine Informationsveranstaltung statt, in der über die Ausschiffung nach Ankunft in Hamburg informiert wurde.

Da es fast den ganzen Tag regnete, bestand kaum die Möglichkeit, an Deck zu gehen. Man hatte so Zeit sich auszuruhen, zu lesen oder die Unterhaltungs- und Animationsangebote zu nutzen. Gemäß Tagesprogramm war unser Abendessen um 18.00 Uhr angesetzt und als Abschieds-Gala mit einer Überraschung während des Essens angekündigt. Entsprechend des Gala-Abend wurde laut Programm festliche Kleidung empfohlen. Zum Ende des Abendessens folgte die angekündigte Überraschung, der Einzug der Kellnerinnen und Kellner mit Eistorte und Wunderkerzen in das Restaurant, fast wie auf dem Traumschiff.

Um 20.45 Uhr folge dann im Theater die GALA-SHOW "Starwalker" und ein Abschiedsgruß der Besatzung. Wer zur späten Stunde noch Hunger hatte, konnte sich ab 23.30 Uhr auf Deck 11 am wundervoll hergerichteten Buffet ausreichend bedienen.

Tag 11

Nach gut 657 Seemeilen erreichten wir am 04.07.2012 bei Sonnenschein und endlich angenehm warmen Temperaturen um 09.00 Uhr Ijmuiden.

Ijmuiden, eine Hafenstadt in Nordholland, wird durch seine Nähe zu den meisten bekannten holländischen Städten auch als "Das Tor zu den Niederlanden" genannt. Die Stadt ist von Amsterdam nur ca. 27 km entfernt und befindet sich in der Nähe der malerischen Region von Zaanse Schans, einem gut erhaltenen Gebiet mit bewohnten Freilichtmuseen und Windmühlen. Für den Aufenthalt in Holland hatte die Reederei diverse Ausflüge organisiert. So konnte man sich zwischen Amsterdam bzw. Haarlem auf eigene Faust, einigen Stadtrundfahrten mit unterschiedlichen Zielen oder dem Ausflug Windmühlen und Holländisches Landleben entscheiden.

Diejenigen, die Amsterdam schon kannten, blieben entweder an Bord oder erkundeten bei herrlichem Sommerwetter den Hafen von Ijmuiden. Zu unserer großen Freude und Überraschung entdeckten wir auf der anderen Seite des Hafens einen schönen, breiten und weitläufigen Sandstrand. So konnten wir sogar noch einen Strandtag auf unserer Kreuzfahrt verbringen.

Gegen 16.30 Uhr sollten alle wieder an Bord sein und für 17.00 Uhr war die Abfahrt geplant. Durch Verspätungen bei den Ausflügen verzögerte sich das Ablegen. Wir verließen gegen 17.45 Uhr den Hafen auf unserer letzten Fahrt Richtung Hamburg.

Um 18.00 Uhr trafen wir uns ein letztes Mal zum Abendessen, verabschiedeten uns von den Kellnerinnen und Kellnern. Übereinstimmend waren wir alle der Meinung, dass das Essen sehr gut und der Service ausgezeichnet waren.

Um 19.30 Uhr war wieder Show-Time mit "The Best of .....". Danach konnten wir ein letztes Mal das Tanzbein schwingen, das Unterhaltungsprogramm nutzen oder bei einem Spiel des Animationsteams mit machen.

Tag 12

Am 05.07.2012 erreichten wir nach 190 Seemeilen und 1 Stunde früher als vorgesehen um 09.00 Uhr Hamburg.

Einige waren bereits rechtzeitig aufgestanden um nach dem Frühstück das Einlaufen in den Hamburger Hafen und das Anlegen vom Deck aus verfolgen zu können. Nachdem alle Gepäckstücke, die außer dem Handgepäck am Vorabend bereits vor die Kabinentür gestellt werden mussten, in der Ankunftshalle waren und die Behörden ihre Freigabe erteilt hatten, konnte die Ausschiffung beginnen. Da zuerst die Gäste mit Anschlußverbindungen von Bord gingen, mussten wir noch etwas warten. Kurz vor 10.00 Uhr kam dann die erlösende Durchsage, dass auch wir, Gruppe R + V Touristik, von Bord konnten. Unsere Gepäckstücke, die alle mit rosa Kofferanhängern versehen und in einer Ecke der Halle abgestellt waren, galt es nun zu finden. Durch den guten organisatorischen Ablauf der Ausschiffung ging dies ziemlich schnell, so dass wir zügig die Halle verlassen konnten. Unser Bus stand schon vor dem Kreuzfahrtterminal und der Busfahrer wartete bereits auf "seine Gäste". Gemäß ursprünglichem Plan sollten wir erst um 13.00 Uhr und dann gemäß Tagesinformation vom 4.7.2012 um 10.00 Uhr in Hamburg ankommen. An dieser Stelle ein besonderer Dank an die Firma Dahmetal, die stets flexibel auf die Änderung der Ankunftszeiten reagierte und es ermöglichte, dass wir trotz der früheren Ankunftszeit pünktlich abgeholt wurden und nicht warten mussten.

Nachdem das Gepäck verstaut und alle im Bus waren, hieß es allmählich Abschied nehmen. Wir starten nun zu unserer letzten Etappe dieser Kreuzfahrt, zur Rückfahrt nach Ratzeburg. Wie auf der Hinfahrt, diesmal nur in umgekehrter Reihenfolge, fuhren wir die einzelnen Haltepunkte an, wo die Reise für die Teilnehmer leider endete.

Unsere 12-tägige Kreuzfahrt bescherte uns auf den Ausflügen viele beeindruckende und erlebnisreiche Momente mit einer wundervollen Landschaft sowie ein abwechslungsreiches Programm an Bord. Zusammenfassend war es wieder eine sehr schöne Bankreise mit einer tollen Reisegruppe und stets guter Stimmung. Zu erwähnen bleibt abschließend noch, dass unsere Reisegruppe dieses Mal stark verjüngt wurde, da neben den Großeltern auch deren Enkel Moritz an der Reise teilnahm. Wir hatten viel Spaß mit Ihm und fanden es sehr schön, das Moritz mit dabei war.